Mittwoch, Oktober 26, 2005

Triviales Wissen I

Eine der 10 (Obacht! nicht 7!) Plagen hatte tatsächlich etwas mit Fröschen zu tun:

Plage 2:
Da sprach der HERR zu Mose: Geh hin zum Pharao und sage zu ihm: So spricht der HERR: Laß mein Volk ziehen, daß es mir diene! Wenn du dich aber weigerst, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen plagen, daß der Nil von Fröschen wimmeln soll. Die sollen heraufkriechen und in dein Haus kommen, in deine Schlafkammer, auf dein Bett, auch in die Häuser deiner Großen und deines Volks, in deine Backöfen und in deine Backtröge; ja, die Frösche sollen auf dich selbst und auf dein Volk und auf alle deine Großen kriechen. Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe über die Ströme, Kanäle und Sümpfe und laß Frösche über Ägyptenland kommen. Und Aaron reckte seine Hand aus über die Wasser in Ägypten, und es kamen Frösche herauf,
(kein Krötenregen.)
so daß Ägyptenland bedeckt wurde. Da taten die Zauberer ebenso mit ihren Künsten und ließen Frösche über Ägyptenland kommen.

Die anderen 9:
1. Verwandlung aller Gewässer in Blut
3. Stechmücken
4. Stechfliegen
5. Viehpest
6. Blattern
7. Hagel
8. Heuschrecken
9. Finsternis
10. Tötung der Erstgeburt

Schön, dass wir drüber gesprochen haben :)

Sonntag, Oktober 23, 2005

Nicht gerade der Jackpot.

Wie sie dasitzt, mit angezogenen Beinen.
Schlimmer:
Wie sie vorm Spiegel steht, nackt - oder fast,
und man ihr von der Stirn ablesen kann, was sie denkt.
Und wie sie es manchmal sogar ausspricht.
Damit ihr Spiegelbild es nicht vergisst.
Wie klein sie sich machen kann,
Embryo mit riesigem Gehirn.
Wie ihre Gefühlswelt hängengeblieben ist, irgendwo auf dem Stand einer Dreijährigen.
Wie sie nie drüber wegkommt, zu denken, dass Abwesenheit das Gegenteil von Liebe sein muss.
Wie sie sich gegen sich sträubt.
Wie sie sein will - der Topf voll Gold am Ende des Regenbogens,
wie sie ist - nicht grade der Jackpot.
Wie sie solange den Aufstand probt,
ohne aufzustehn,
bis keiner sie mehr ernst nimmt.
Wie träge sie ist in den Minuten zwischen den Stunden, den Stunden zwischen den Tagen,
wie sie alles an sich vorbeigehn lässt.
Wie sie sich in den Mittelpunkt drängt.
Wie sie sich inszeniert.
Wie sie ein Trauerspiel aus sich macht, oder eine lächerliche Tragödie,
oder ein Musical von Andrew Lloyd Webber.
Kitsch.
Wie wenig sie sich kennt.
Wie sie über sich nachdenkt, wie sie sich beobachtet, im Spiegel, im Kopf,
wie sie denkt,

wenn ich mich kennenlernen würde,
ich würde denken... was für ein furchtbarer Mensch!
Oder zumindest... nicht grade der Jackpot.



Talked so much
I bored myself to death
and the more I talk
the more I turn into a vegetable
GOD I'm SUCH a FOOL. -dEUS-

Samstag, Oktober 22, 2005

ICH HAB DAS GEFÜHL ES PASSIERT EINFACH
NIIIIIICHTS!!!
langweiliglangweiliglangweiliglangweiliglangweilig
langweiliglangweiliglangweiliglangweiliglangweiliglangweilig
langweiliglangweiliglangweilig
langweiliglangweilig
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langweiliglangweiliglangweiliglangweiliglangweilig

langweiliglangweiliglangweilig
langweiliglangweilig
langweiliglangweiliglangweilig
langweiliglangweilig
langweiliglangweiliglangweiliglangweiliglangweiliglangweilig
Die schreckliche graue Kriechnasskälte von draußen zieht durch alle Ritzen ins Haus, ins Zimmer, ins Herz.
Am liebsten hätte ich ein heißer-Kakao-ans-Bett-Abo.
Und der Herbst hat grade erst angefangen...
bringt aber außer HIMMELGRAU auch viele kleine Schönfindsachen,
finde ich - ich finde:

10 Sekunden Sonne zwischen den Wolken.
Gelbe Blätter. Rote Blätter. Blätter.
Räucherkegelrauchbänder.
Frauenstimmen.
Unbeschreibliches.

Und Trübsinn kommt nicht von innen. Kann man sich sagen.
Dann ist er erträglich. Jahreszeitlich notwendig. Vorübergehend.
Alles halb so schlimm.

Sonntag, Oktober 16, 2005

TO LEARN:

  • alleine zu sein...
  • ohne ständig das Gefühl zu haben, dass ich mich auflöse, von innen,
  • ohne immer nur Zeit zu vertreiben und zu merken, wie sie zäh über den Tag fließt,
  • und ohne mich schlafen zu legen, um die Minuten zu verkürzen, oder die Minuten zu vergessen,
  • und ohne zu denken, dass alles ewig ist und ich ewig bin, ewig wie grade, mit dem Gefühl, dass gar keine Sekunde vergeht...
  • und ich würde gerne mich selbst mit meinen Augen anschaun, richtigrum, nicht spiegelverkehrt (weil im Spiegel alles so unwirklich wird...)
  • und sehn, dass ich da bin...
  • und mich das nicht immer fragen müssen... weil das müßig ist... wo soll ich denn auch sonst sein...
  • und nicht immer Angst haben, dass ich genau so einer Sekunde sterbe... allein... und dann auf ewig in ihr gefangen bin... weil Unendlichkeit ja vielleicht nichts ist, das fließt... sondern Stillstand...
  • weniger mit den Beinen wackeln, wenn ich an so komische Sachen denke
  • komisch, haha.
  • die Dinge nehmen, wie sie kommen
  • ohne das Gefühl zu haben, dass sie mit mir passieren, weil sie nur passieren,
  • und ich sie ändern könnte in Wirklichkeit - weil ich nicht nur Ich-Erzähler bin... sondern die Muse des Autors (wahrscheinlich Houellebecq. oder Bukowski.)
  • oder ich mir das zumindest einbilden sollte, um mir nicht ganz so ausgeliefert vorzukommen.

  • und aufhören, so mitteilungsbedürftig zu sein.
  • und so selbstverherrlichend.
  • egozentrisch? egoman? narzisstisch? histrionisch?
  • (oder was auch immer mich so nen Blödsinn auch noch in die Öffentlichkeit tragen lässt.)

Verschwende Deine Jugend!

Samstag, Oktober 15, 2005

TO DO:

  • an Gegenständen riechen
  • fast ohne Grund grinsen
  • sich im Spiegel anschauen
  • und sich schön finden
  • das selber gruselig finden -- aber auch schön
  • sich hinterm Ohr kratzen
  • das dringende Gefühl haben, sich mitteilen zu müssen
  • das teilen zu müssen
  • das Fenster aufmachen, weils schon wieder nach Rauch stinkt
  • sich schon wieder vornehmen, mit dem Rauchen aufzuhören
  • und ein bisschen das Gefühl zu haben, das schaffen zu können
  • (aber es doch nicht so richtig wollen)

  • abwarten was passiert
  • wissen, dass nicht immer alles gut wird
  • aber immer so gut wie möglich
  • und irgendwann gut genug
  • und merken, dass es besser grade gar nicht sein könnte
  • und dankbar sein
  • dass ich nicht zwischendurch mein Leben an den Nagel gehängt hab
  • (und wissen, dass ich irgendwann wieder anders denke)
  • (und das nicht so schlimm finden)
  • (weil jetzt ja jetzt ist.)

Donnerstag, Oktober 13, 2005

Die sträfliche Vernachlässigung dieses Blogs durch die Verantwortliche wird durch Nichtbeachtung der Verantwortlichen durch die Verantwortliche bestraft.

Sonst alles gut. Deshalb schreib ich wohl auch so wenig.

Gehe gleich meine Karriere als Schlagzeugerin starten.
Herrje, wenns es nicht immer am Talent scheitern würde.... wär ich wirklich vielseitig begabt ;)
An Interesse für fast alles / an fast allem mangelts jedenfalls bestimmt nicht.
Aber immer diese Sachenanfangerei. Und dann Wiederaufgeberei.
Ich wünschte ich würde endlich meine Bestimmung finden.
Irgendwas MUSS ich doch können.
Ich bin bestimmt für irgendwas geboren.
Ich wüsste so gern für WAS. :)

... Jemand ne Idee?!
Jeden dem irgendwas einfällt was ich kann, werd ich in einem meiner nächsten Posts mit den wildesten Bauchpinseleien bedenken -- wie gut das tut, in der Öffentlichkeit meines Blogs als unglaublich toller Mensch dargestellt zu werden!!

Montag, Oktober 10, 2005

kommunikative Anorexie.

Party gut bis 3.
danach sehr anstrengend.
alle betrunken.
letzte Gäste um 10 gegangen.
Feuerlöscher geklaut.
gehörte dem Vermieter.
habe fast ne Schlägerei verursacht.

Freitag, Oktober 07, 2005

Jahuuu,
ich kann es kaum glauben,
nach Jahren des Zögerns brachte ich es gestern hinter / durch / über mich:
meine Poetry-Slam-Premiere!
Das grandioseste an mir war mein Outfit,
dresdendollsiger wäre es kaum gegangen,
schwere Stiefel, Ringelkniestrümpfe, Netzstrümpfe, weißer Rock, schwarzweißes Unterhemdoberteil, schulterfreier Pulli, weißes Gesicht, dunkelrote Lippen, Seitenscheitel.... und das BESTE:
ein Zylinder.
GANZ großes Kino.
Nur einen Text vorgelesen (mehr Vorlesetexte hab ich ja auch nicht), laut aufgestoßen, 37Punkte, was will man mehr.

Slammer kriegen Freibier.
Und der Gewinner bekam einen (original Gipsabdruck von Lars') Arsch-mit-Ohren-Wanderpokal. Beautiful.

Morgen große WG-Party,
Jenny fürchtet sich ein bisschen,
wird wohl SEHR voll, SEHR laut, SEHR lang,
wenns nicht bei mir zu Hause wär, würd ich nicht hingehn.

Mittwoch, Oktober 05, 2005

Que cherchez-vous?
Fragen schweben immer im Weltraum des Gehirns umher,
doch plötzlich wird eine davon von einem Pfeil getroffen, den jemand oder etwas abgeschossen hat.
Sie stürzt einem ins Herz hinunter und bleibt dort liegen.
Und Du siehst Dich genötigt, Dich über sie zu bewegen,
siehst, dass sie atmet,
dass sie etwas von Dir will.

Göran Tunström "Der Mondtrinker"

Montag, Oktober 03, 2005

missed me.

missed me missed me
now you've got to kiss me
if you kiss me
mister
i might tell my sister
if i tell her
mister
she might tell my mother
and my mother
mister
she might tell my father
and my father
mister
he won't be too happy
and he'll have his lawyer
come up from the city and arrest you
mister
so i wouldn't miss me if you get me
mister
see?

missed me missed me
now you've got to kiss me
if you kiss me
mister
you must think im pretty
if you think so
mister
you must want to fuck me
if you fuck me
mister
it must mean you love me
if you love me
mister
you would never leave me
it's as simple as can be!

missed me missed me
now you've got to kiss me
if you miss me
mister
why do you keep leaving
if you trick me
mister
i will make you suffer
and they'll get you
mister
put you in the slammer and forget you
mister
then you'll miss me, won't you?!
won't you miss me
won't you miss me
WON'T YOU MISS ME?!

missed me missed me
now you've got to kiss me
if you kiss me
mister
take responsibility
i'm fragile
mister
just like any girl would be
and so misunderstood (so treat me delicately!)

missed me missed me
now you've gone and done it
hope you're happy
in the county penitentiary
it serves you right
for kissing little girls
but i will visit
if you miss me
SAY YOU MISS ME!!!

how's the food they feed you??
do you miss me
will you
kiss me through the window?
do you MISS ME?
MISS ME??!!
will they ever let you go???

i miss my mister so!!!!
Dresden Dolls
Guter Vorsatz No. 1:
weniger Dresden Dolls hören.

Sonntag, Oktober 02, 2005

Back in Plastic

WAS für ein Wochenende!
Ich schätze... ich hab wirklich ein manische Phase.

So you don't wanna hear about my good day?
... God, it's been a lovely day
Everything's been going my way
I took out the trash today
And I'm on FIRE (Dresden Dolls)

Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, auf dem Oktoberfest (ICH! OKTOBERFEST!) möglichst wenig Geld auszugeben, aber dabei niemanden anzuschnorren, den ich kenne.
Los gings schon Freitag morgen im Zug, wo ich gleich in Gießen eine 6köpfige Frauen-Kegel(?)-Gruppe kennenlernte, die mir erstmal einen Kir Royal in die Hand drückten.
Zwischen Frankfurt und Würzburg gesellte sich der Chef eines 66 Mann starken ("und ALLES JUNGGESELLEN") Fußballvereins - RUDI - zu mir, der mich so sympathisch fand, dass ich mir bei seinen Jungs ein Bier holen durfte.
Mit Hilfe von zwei Schwulen, die zwischen Würzburg und Treuchtlingen ein paar Jungs zum Gentlemantum aufforderten, kam ich an mein zweites Bier.
Der Kaffee-und Snack-Mensch im Zug hatte, nach eigener Aussage, schon so viel verschenkt, dass ich nun auch bei ihm mein Glück versuchte.
- Schenkst Du mir einen halben Kaffee??
- Öhm... Moment... Alsoooo....
- Naja, wenn nich is auch nich schlimm.
- Na, nen halben Cappuccino kann ich Dir schenken.
- Auch super!
- Ach, hier hast Du nen ganzen!

Nachdem wir am nächsten Tag so etwa um 12 auf der Wiesn (die gar keine Wiese ist! BETRUG! nur Beton!) angekommen waren und die Jungs sich angestellt hatten, um einen Platz im Zelt zu bekommen, war ich in den folgenden 3 Stunden die einzige von uns, die Spaß hatte.
Danach war ich betrunken, hatte fast ein ganzes halbes Hendl im Bauch und keinen Cent dafür ausgegeben. Jippie.
Schuld waren vor allem ein paar - außerordentlich nette - Betrunkene Milaner (?)... Milanesen (?)... Italiener eben, mit denen ich mich sogar dazu hinreißen ließ, auf die Bank zu steigen und ÖÖÖH zu rufen. SPAAAß!!!

Auf dem Heimweg bin ich noch in ne Pfütze gefallen, die ich zu verlockend fand um nicht reinzuspringen. Sie hats mir mit nem nassen Arsch gedankt. Aber selbst das fand ich noch zum Schreien komisch.

Trotz allem: Wie gut, dass ich wieder zu Hause bin.

I missed my Mister so. (Dresden Dolls)